
Vier Studierende der Hochschule Osnabrück ausgezeichnet
Wie lassen sich Niedersachsens ländliche Räume zukunftsfähig gestalten – und damit ein Fundament für das Zusammenleben von morgen sichern? Vier Studierende der Hochschule Osnabrück haben darauf beeindruckende Antworten gefunden und gezeigt, wie wichtig innovative Ideen für die Entwicklung ländlicher Regionen sind. Für ihre Beiträge, die zentrale Zukunftsfragen der Gesellschaft aufgreifen, wurden sie beim renommierten Hochschulpreis der Niedersächsischen Akademie Ländlicher Raum e. V. (ALR) in Hannover geehrt.
von Hochschule Osnabrück/Redaktion erschienen am 02.02.2026Die Jury lobte die hohe Relevanz und Aktualität der Themen, die wissenschaftliche Exzellenz und die kreative Auseinandersetzung mit den Herausforderungen in ländlichen Räumen Niedersachsens. Schirmherr des Preises ist das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.
Die Preisträger
Lea Nikolaus, die für ihre ausgezeichnete Masterarbeit, den zweiten Preis erhielt, befasste sich mit der räumlichen Entwicklung. In ihrer Arbeit ging es um die Frage, wie sich die Stadtregion Osnabrück in Zukunft entwickeln lässt. Nikolaus zeigte, dass Bilder dabei eine zentrale Rolle spielen können. Statt abstrakter Konzepte standen visuelle Entwürfe im Mittelpunkt, die als Gesprächsanlass dienten und unterschiedliche Perspektiven zusammenbrachten.
Nikolaus gelang es durch ihre Herangehensweise, den Teilnehmenden des Workshops neue Perspektiven auf den Raum als Einheit zu eröffnen – und damit Hürden zu überwinden, die die regionale Zusammenarbeit durch die Grenzlage Osnabrücks zu Nordrhein-Westfalen bislang erschwert hatten.
Dominik Hagemann und Lea Rudolph befassten sich in ihrem gemeinsamen Forschungssemester mit Worpswede. Das Ziel der beiden Masterstudierenden war es, diesen Ort des Wandels besser zu verstehen, um diesen aus den Bedürfnissen und Gegebenheiten der Bewohner heraus zu entwickeln. Dafür waren sie mehrere Tage vor Ort, führten Gespräche und beobachteten den Alltag im Ort. Sie werteten die gesammelten Geschichten aus und verdichteten sie zu typischen Beispielen: „Auf dieser Grundlage sind exemplarische Figuren entstanden, (ihre) Perspektiven zeigen, was den Ort prägt, wo Veränderungen stattfinden und welche Ideen es für die Zukunft gibt.“ Für diese Arbeit wurden Hagemann und Rudolph mit dem dritten Platz ausgezeichnet.
Wie gesellschaftlicher Wandel konkret entstehen kann, zeigt die Masterarbeit von Paula Hübner am Beispiel der Stadt Lüdinghausen, für die Hübner eine Anerkennung erhielt. Im Mittelpunkt stehen lokale Pionierinnen und Pioniere, die sich mit vielfältigen Projekten, Ideen und Alltagspraktiken für den Klimaschutz in Lüdinghausen einbringen. Das zentrale Ergebnis ist ein Stadtmagazin, das die Geschichten in einer ansprechenden Form präsentiert und so nachhaltige Transformationsprozesse greifbar macht.
Prof. Dr. Henrik Schultz, der zweimal Erstprüfer sowie einmal Zweitprüfer der prämierten Arbeiten war, unterstreicht die Bedeutung für die Hochschule Osnabrück: „Dass die Hälfte der Preise an Absolvent:innen unseres Masters Landschaftsarchitektur geht, ist eine große Anerkennung. Es freut uns als Betreuende, dass auch eine unabhängige Jury erkannt hat, dass unsere Studierenden kreative Konzepte und machbare Umsetzungen entwickelt haben. Das ist ein Riesenkompliment auch für unseren Master Landschaftsarchitektur.“
Zur Auszeichnung
Der ALR-Hochschulpreis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit innovativen Lösungen für ländliche Räume in Niedersachsen auseinandersetzen. Der Wettbewerb prämiert kreative und anwendungsorientierte Ansätze, die zur zukunftsfähigen Entwicklung beitragen. In diesem Jahr wurden die Plätze eins und zwei jeweils einmal vergeben, Platz drei zweimal. Darüber hinaus wurden noch drei Anerkennungen prämiert.







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