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BUGA 2045

Frankfurt am Main will BUGA neu initiieren

Die Stadt Frankfurt am Main hat nun offiziell ihr Interesse an der Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) 2045 bekundet. Im Mittelpunkt soll eine dezentrale, nachhaltige und dauerhaft wirksame Konzeption stehen.

von Stadt Frankfurt am Main/Redaktion erschienen am 20.03.2026
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Frankfurt am Main hat bereits eine attraktive grüne Infrastruktur, die von einem modernen Gartenamt gemanagt wird.
Frankfurt am Main hat bereits eine attraktive grüne Infrastruktur, die von einem modernen Gartenamt gemanagt wird. © #visitfrankfurt, plazy/Isabela Pacini

Die Stadtverordnetenversammlung hatte am 6. November 2025 die BUGA-Bewerbung beschlossen. „Diese breite politische Unterstützung ist für ein solches Großprojekt entscheidend“, erklären Oberbürgermeister Mike Josef, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, sowie Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen. „Es ist wichtig, Zukunftsprojekte wie eine Bundesgartenschau frühzeitig zu starten, damit sie strategisch geplant, nachhaltig umgesetzt und langfristig wirksam werden.“

Die BUGA für Frankfurt soll mehr als ein temporäres Großereignis sein: „Frankfurt vereint auf engem Raum alles, was eine internationale Metropole ausmacht: Skyline und Naherholung, Kultur und Wirtschaft, Tradition und Moderne. Als Messestadt, größter IT-Knoten Europas und Finanzzentrum sind Klimaanpassung, nachhaltige Energieversorgung und die Sicherung, Qualifizierung und Weiterentwicklung des städtischen Grüns von zentraler Bedeutung“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben.

Die BUGA soll als Impulsgeberin innovative Stadtentwicklung sichtbar machen und Projekte wie innovative Dach- und Fassadenbegrünungen, vertikale Gärten und Urban Gardening oder Farming sowie Konzepte zur regionalen Versorgung mit Lebensmitteln zusammenführen und weiterentwickeln. Die Stadt erachtet daher die BUGA als zentrales Instrument einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, das ökologische Transformation, Klimaanpassung und Lebensqualität in einer wachsenden Metropole sichtbar und erfahrbar macht.

Im Mittelpunkt der Frankfurter BUGA soll eine dezentrale, nachhaltige und dauerhaft wirksame Konzeption stehen. Zapf-Rodríguez, die das Projekt federführend in ihrem Dezernat verantwortet, spricht sich für eine neue Generation der Bundesgartenschau aus. Sie betont, dass Frankfurt bereits heute neue Wege in der Grüngestaltung gehe – vom Hafenpark als modernem Volkspark über den Rennbahnpark mit nachhaltiger Landschaftspflege bis zu den Wallanlagen als grünem Ring um die Innenstadt. Ihre Vision einer Frankfurter BUGA lautet: „Wir denken die BUGA als offene, vernetzte und zukunftsorientierte Stadtentwicklung: ohne Zäune, mit dauerhaftem Mehrwert für alle Stadtteile. So lassen sich Klimaanpassung, Biodiversität und soziale Teilhabe zugleich stärken.“

Große Transformationsprojekte einbinden

Auch große Transformationsprojekte der kommenden Jahre sollen eingebunden werden. „Eine BUGA 2045 bietet die Chance, Projekte wie die Einhausung der A661, neue Quartiersentwicklungen, Entsiegelung innerstädtischer Flächen und die Mobilitätswende in einem integrierten Ansatz zusammenzuführen“, erklärt Gwechenberger. „So entstehen klimaangepasste Stadträume, mit hoher Aufenthaltsqualität, die Frankfurt langfristig prägen. Für die künftige Stadtentwicklung ist es entscheidend, Stadt und Freiraum gemeinsam zu denken und attraktive Wohnbedingungen zu schaffen. Damit knüpfen wir an die Tradition des ‚Neuen Frankfurt‘ an, das Wohnen, Grünräume und städtebauliche Qualität als Einheit verstanden hat.“

Grundlage der Interessensbekundung ist ein aktuelles Konzeptpapier der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft. Der Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) wird am 13. und 14. Juli in Frankfurt am Main tagen. Dabei sollen die Gespräche über die Details einer möglichen BUGA 2045 vertieft werden.

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