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Handlungsaufruf bdla

Mehr Landschaft wagen

Die Klima- und Biodiversitätskrise erfordert entschlossenes Handeln in der Fläche. Der Bund deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) fordert daher eine integrative und wirkungsorientierte Landschaftsplanung.

von bdla erschienen am 24.02.2026
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Unter dem Motto „Mehr Landschaft wagen“ veranstaltete der bdla im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) eine Update-Veranstaltung zur Landschafts- und Umweltentwicklung in Leipzig. Im Fokus stand die Frage, wie Landschaftsplanung angesichts beschleunigter Verfahren, wachsender Nutzungskonkurrenzen und multipler Krisen handlungsfähig und wirksam bleiben kann. Im Anschluss erarbeiteten Mitglieder des bdla-Arbeitskreises Landschaftsplanung einen Handlungsaufruf für eine gestaltende Landschaftsplanung.

Worum es geht:

Im Zentrum steht ein neuer Umgang mit Landschaft: Schutz und Mehrfachnutzungen sind konsequent zusammenzudenken, um Biodiversität zu sichern, Klimaziele zu erreichen und Flächenkonflikte konstruktiv zu lösen. Landschaftsarchitekt:innen sind aufgefordert, Gestaltungsverantwortung zu übernehmen, Beteiligungsprozesse aktiv zu gestalten und integrative Ansätze voranzubringen, die sektorale Grenzen überwinden. Dafür braucht es geeignete rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen, ein professionelles Flächenmanagement sowie die Weiterentwicklung bewährter Instrumente wie das der gestaltenden Grünordnungsplanung. Landschafts- und Freiraumplanung sind enger zu verzahnen; formelle und informelle Verfahren gilt es strategisch zu kombinieren, um resiliente Landschaften zu entwickeln.

Fachliche Position

Aktuelle Gesetzesinitiativen zur Planungsbeschleunigung unterstreichen die Bedeutung einer integrativen Planungspraxis. Der bdla legte zum Entwurf des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes bereits eine fachliche Position vor und wies auf erheblichen Korrekturbedarf hin. Gerade jetzt braucht es den Mut, mehr Landschaft zu wagen und sie als strategischen Gestaltungsraum zu stärken. Denn in der Landschaft entscheidet sich, wie wir leben wollen.

Stellungnahme zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz
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